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Naturkatastrophe oder politisch gewollt?

Im Sommer 2016 gingen Bilder und Videos zu den durch Gewitter und unwetterartige Schauer verusachte Schäden durch die Medien. Das, was mich beim Ansehen und Lesen der Artikel wirklich wütend werden lässt, ist jedoch nicht das Wetter. Sondern die ursprüngliche dahinter steckende „Gier-frisst-Hirn-Mentalität“. Viele Bäche und kleinere Flüsse sind in der Regel am Limit. Das ist für diese Ökosysteme seit Jahrzehnten ein Normalzustand (!). Verantwortliche Ämter und die für den Hochwasserschutz Zuständigen wissen dies schon längst. Ich selbst habe es vor ungefähr 12 Jahren im Grundstudium „Landschaftsnutzung und Naturschutz“ gelernt und höre es auf jedem Kongress „Acqua alta“ in Essen.

Leider änderte sich bisher flächig nichts daran.  Der Umbau der Emscher im Ruhrgebiet ist ein gutes Beispiel – so etwas könnten viele Flussysteme brauchen. Mit gutem Beispiel voran geht die Emschergenossenschaft-Lippeverband e. V. mit ihrer Website „Stark gegen Starkregen„. Es finden sich Handlungsleitfäden für Bürger und Kommunen.
Weitere Beispiele zu Alternativen bei Starkregenereignissen nennt Naemi Reymann in ihrem Blog Eauemi hier.

Es wird versiegelt, verengt, gebaut, verrohrt und zugeschüttet. Die Verzweifelung der betroffenen Bürger ist riesig, wenn was passiert.
Man greift sich an den Kopf, wenn Italien mal wieder wegen Erosionen in den Schlagzeilen steht – aber ehrlich, hier ist es ähnlich schlimm. Das betrifft die gesamte Republik und es wird nicht besser. Im Gegenteil, aufgrund des Klimawandels ändert sich das Wetter und Kapriolen nehmen zu. Nicht die Natur – wir müssen uns anpassen.