Suche
  • Kommunikation für Naturschützer
  • kontakt@silkebicker.de / +541 7707215
Suche Menü

Neulich bei der Lehrer-Fortbildung

Es gibt bei meiner Fortbildung für Kunstlehrer (Sek. I) „Von Lascaux bis van Gogh“ immer viel zu lachen und viel Austausch untereinander. Heute Vormittag gab ich die Fortbildung auch, der Vergnügungsfaktor kam allerdings durch eine Gruppe Schüler.

Erkenntnisse

Bevor ich mit der Fortbildung beginnen kann, muss ich erstmal die Materialien ausladen und den Schulungsraum vorbereiten. Zu Ersteren gehört naturgemäß auch Erde und sogar ein bestimmter Sand mit Ockerpigmenten. Letzterer befindet sich gut zu sehen in einem kleinen Eimer. Während des Ausladens hatte die große Pause begonnen und eine Gruppe niedlicher Jungs schuffelte heran, ca. 5. Klasse. Sie wollten wissen, was ich mache und warum. Dann, ob ich dafür auch Geld bekäme? Der Blick in den Sandeimer brachte die Erkenntnis: „Die Lehrer spielen mit Sand!!!!“ Ich dementierte das vor lauter Lachen verkneifen nicht. Später lugte einer von den „Kleinen“ in den Schulungsraum: „Die Lehrer matschen mit Sand…“. Drinnen lachten wir alle. Und ein Lehrer meinte vergnügt, was die wohl zuhause erzählen werden…. Denn Eltern glauben so ziemlich fast alles. 😀

mit verschiedenen Erdfarben malen ist nicht nur was für Kinder 🙂

Wussten Sie schon?

Auch die alten Römer spielten und matschten mit Sand und Erde herum, wenn sie ihre Wandbilder erstellten. Meist kam dazu noch Blut und Gips, das fehlt bei meiner Fortbildung. Je nachdem, was die Erden und Sande enthalten sowie welche Zutaten zum Herstellen von Farben verwendet werden, entstehen lange haltbare Kunstwerke. Mit Erdfarben arbeiten heutzutage zum Beispiel Restauratoren und oft auch Gestalter naturkundlicher Museen und Zoos.

Farbe selbst herzustellen und damit zu experimentieren, entspannt übrigens auch den Körper. Es weckt den Verstand und die Zungen lösen sich oft in dieser Fortbildung: zu gerne tauschen sich Lehrer darüber aus, was wie funktioniert. Denn ich lasse meine Teilnehmer alles selbst ausprobieren. Dabei lernen sie am Meisten, wissen, worauf was ankommt und können es ihren Schülern leicht selbst beibringen.

Autor:

Ich schreibe und lehre seit 2008 für Organisationen, die mit unterschiedlichen Medien Wissen über Natur, Kulturlandschaft und Umwelt vermitteln. In meinen Workshops lernen Naturschützer u. a., wie sie ihre Erfahrungen an Laien gut dosiert weitergeben können. So, dass möglichst viel Inhalt haften bleibt.